Archiv für Juni, 2008

Die Idee

Posted in Uncategorized on Juni 27, 2008 by clownbep

Ein Platz irgendwo in der Metropole der Zukunft: Wüste, Sand, Beton und Einöde. Oder ist es hier?

Ein blechfarbener, flirrender Himmel liegt über der Hitze der Stadt wie eine schwere Decke im ungelüfteten Zimmer am Morgen nach einer sommerheißen Nacht.

Die Menschen, die einst hier wohnten sind längst geflohen, wurden vertrieben von den Strahlen der Sonne und den marodierenden Söldnertruppen.

Dann ein Gräusch. Stille, eine Bewegung, schattengleich, wieder Ruhe. Dann ein Schrei, wie aus dem Nichts… “

Zeitsprung: Babylon die altertümliche Stadt am Fluss Eufrat, im heutigen Irak und da von den Besatzern martialisch bewacht und erneut zerstört, gelegen, kennt mittlerweile jeder. Einst eine blühende Metropole wurde sie zum Inbegriff der Selbstsucht und der Arroganz der Menschen im Angesicht des Untergangs, dem Streben nach materiellen Gütern, gesellschaftlichem Status und für Unterdrückung, Sklaverei und Ausbeutung.

So sind Paralellen zu heute nicht verwunderlich und auch oftmals nicht zu übersehen. Fragen tauchen auf, die vielleicht niemals beantwortet werden können, nicht beantwortet werden wollen. Flüchtlingsströme weltweit. Kriege gegen Terroristen. Abgeholzte Wälder.  Laute Rufe nach mehr Sicherheit…

Die Shoppingtempel werden immer größer, die Städte unpersönlicher und unersättlich dem einzig geltenden Drang folgend: Shoppen! wird alles vertrieben was nicht in das Gefüge und Geschachere passt und den Tanz ums goldene Kalb nicht mitmachen will. Warnzeichen werden längst schon ignoriert und die Sanduhr der Zeit tickt beharrlich konstant im Keller weiter. Was auf der Stecke bleibt wird treist verschwiegen.

Mit Hilfe der grotesken Figuren Leqoques, den Bouffons, versuchen wir ein Theater zu machen das auf die herkömmlichen überzeugten Regiekonzepte verzichtet und ganz auf die Interaktion mit dem Puplikum setzt. So werden Szenenkonzepte aufgelöst und die Zuschauer als Spieler in einem Spiel das keine Grenzen kennt, miteinbezogen. Es handelt sich also vielmehr um eine Performance oder einer Installation im öffentlichen Raum die versucht, mit Texten, Klängen und poetischen Bildern die Herzen der Zuschauer zu berühren und ein kleiner Riss im Gefüge der Normalität entsteht.

Der ethische Grundgedanke im Gilgamesch-Epos ist nicht zu übersehen. Es wird von einem neuen Heldentyp berichtet, der zwar zu zwei Drittel Gott und zu einem Drittel Mensch ist, seine Unsterblichkeit aber dann verliert, als er die menschliche Freundschaft entdeckt. Mit dieser Menschwerdung der Halbgötter vollzieht sich, in mythologischer Hinsicht, der Übergang vom Mythos zur Geschichte. Das Gilgamesch-Epos ist aber auch ein literarischer Ausdruck für das Selbstbewußtsein des Menschen den Göttern gegenüber.“

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Achtung Shoppen!!

Posted in Uncategorized on Juni 14, 2008 by clownbep

Eine Panne im All, eine Notladung auf einem seltsamen Planeten und eine Einkaufstüte mit rätselhaftem Inhalt…

Gilgi und Enki sind zwei Außgestossene des Planeten Pipifax.

Auf der Flucht vor dem bösen Herrscher Grut hat ihre Rakete im Weltall eine Panne und sie müssen auf einem seltsamen Planeten notlanden, nachdem sie unkontrolliert in eine ferne katapultiert wurden.  Hier machen sie eigentümliche und seltsame Entdeckunge und müssen sich entscheiden zwischen Hierbleiben und der Aussicht neue Abenteuer zu erleben oder Zurückkehren auf ihren Heimatplaneten um ihn von der Herrschaft des Bösen zu befreien.


Deswegen suchen sie Verbündete. Ob sie erfolgreich sein werden?

Spielend, tanzend und kämpfend das Publikum miteinbeziehend, entwickelt sich eine clowneske Collage um Traum und Wirklichkeit, Untergang Ausgestoßensein und Überleben in unwirklichen
Welten und das Absurde der Normalität.

Ein clowneskes – absurdes Science – Fiction Abenteuer

Aufführungen:

17. und 18. Juli: 15:00 und 17:00h

19. Juli: 15:00h

Straßentheatertage Leipzig

Anfragen und booking: los-cabrones@online.de

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Los Cabrones sind ein loses Kollektiv freier SchauspielerInnen, Clowns und Theaterschaffenden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Kunst, Theater im öffentlichen Raum miteinander zu verbinden und subversive Räume zu öffnen. An den Schnittpunkten Kunst/Alltag, Politische Agitation/Kunst; Raum/Zeit; Innen/außen soll nach neuen Formen des Theaters gesucht werden.